Alex­an­dra Gojowy

Alle Jahre wieder freuen wir uns auf den Sommer, wie Schul­kin­der vor den großen Ferien. Im Sommer ver­la­gern wir unsere freie Zeit am liebs­ten an die fri­schen Luft, baden unsere Gesich­ter im Son­nen­licht und ver­brin­gen den Fei­er­abend lieber an der Eis­diele statt im Yoga­stu­dio.

Wenn drau­ßen die Sonne scheint, wirkt die Arbeits­zeit an man­chen Tagen unend­lich lang. Gönn dir eine kleine gedank­li­che Aus­zeit und lass Som­mer­ge­fühle auf­kom­men, indem du deine liebs­ten Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten ver­planst — wenn auch zunächst nur in deinem Kopf. Wir haben die schöns­ten Ideen für deine freien Som­mer­tage gesam­melt. Wir prä­sen­tie­ren: Unsere Top 7 für deinen acht­sa­men Sommer 2019:

1. Eige­nes Obst oder Gemüse anpflan­zen und ernten!

Hast du schon einmal eige­nes Obst oder Gemüse ange­baut und auch geern­tet? Es kann ein unglaub­lich schö­nes Gefühl sein, sich auf diese Art selbst zu ver­sor­gen. Auch wenn du keinen eige­nen Garten oder Balkon hast, kannst du dir einige Nutz­pflan­zen in deiner Woh­nung züch­ten — sei es, dass du nur den Basi­li­kum aus dem Super­markt in einen Blu­men­topf stellst und so lange gießt, bis wieder neue Blät­ter nach­wach­sen. Auch andere Küchen­ab­fälle kannst du wun­der­bar für deinen klei­nen Indoor-Garten” nutzen. Egal, ob eine Zwie­bel, Knob­lauch­zehe, Sel­le­rie- oder Salats­trunk, rich­tig ein­ge­pflanzt kannst du viele Obst- und Gemü­se­sor­ten nach­wach­sen lassen. Acht Lebens­mit­tel, die du das ganze Jahr über ernten kannst, fin­dest du bei Utopia.

Pflan­zen ziehen kann sogar zu einer Acht­sam­keits­übun­gen werden. Um sich mit allen Sinnen um eine Pflanze zu küm­mern, sie zu nähren, zu pfle­gen, zu gießen, brauchst du eine gewisse Form der Auf­merk­sam­keit. Beob­achte genau, wie deine Pflan­zen wach­sen, wie sie sich von Woche zu Woche ver­än­dern. Schau, ob sich die Farben ver­än­dern, die Formen, wie die ersten Früchte aus­se­hen, wie sie rie­chen und sich anfüh­len. Widme dich diesen Sommer der Auf­gabe, min­des­tens eine Sort Obst oder Gemüse anzu­bauen!

2. Ein Lager­feuer besu­chen oder sogar selber machen

Wann hast du das letzte Mal ein Lager­feuer besucht? Lager­feuer ver­bin­den viele mit Schul­aus­flü­gen, Som­mer­camps und wilder Jugend”. Lager­feuer sind mys­tisch und medi­ta­tiv zugleich. Oft kann man stun­den­lang vor dem Feuer sitzen, den Blick in den Flam­men ver­lie­ren oder inten­sive Gesprä­che mit seinem Sitz­nach­barn führen. Gesprä­che, die jede lange Som­mer­nacht zu kurz­wei­li­gen aber Inten­si­ven Erleb­nis­sen machen. Des­we­gen lautet unsere zweite Idee: Besu­che ein Lager­feuer oder mache sogar selbst eins! Egal, ob im Garten, am See oder deiner Umge­bung, infor­miere dich gut über die loka­len Bedin­gun­gen und hole dir, wenn nötig, eine Geneh­mi­gung ein. 

Infor­ma­tio­nen über die aktu­elle Wald­brand­ge­fahr fin­dest du beim Deut­schen Wet­ter­dienst. Ob du in einem öffent­li­chen Park oder Wald­stück deiner Nähe ein Feuer machen darfst, beant­wor­tet ein Blick in das ört­li­che Poli­zei­ge­setz oder Anruf beim Ord­nungs­amt.

3. Einen Trip in das Umland planen und den ganzen Tag in der Natur ver­brin­gen

Ob in der Ucker­mark oder auf dem Bro­cken – ein Urlaub der Natur tut nicht nur dem Körper son­dern auch der Seele gut. Das Beste daran? Um Ruhe und Kraft zu tanken, musst du gar nicht weit weg. Ein Kurz­trip kann schon rei­chen, um auf andere Gedan­ken zu kommen oder ein­fach mal die Per­spek­tive zu wech­seln.

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Nach­hal­ti­ges, acht­sa­mes reisen liegt im Trend und dazu gehört auch, ein­fach mal auf den Bil­lig­flug oder den Road Trip zu ver­zich­ten. Wuss­test du, dass die An- und Abreise 90% der Umwelt­be­las­tung aus­ma­chen? Wer auf seinen Ener­gie­ver­brauch pro 100 Kilo­me­ter achten möchte, sollte sich ent­we­der für Bus­rei­sen oder Bahn­ver­bin­dun­gen ent­schei­den. Eine andere Mög­lich­keit ist das Fahr­rad­fah­ren. Falls dir bei dem Gedan­ken an lange Rad­tou­ren unan­ge­nehme Kind­heits­er­in­ne­run­gen hoch­kom­men, dann lass dir gesagt sein, dass viele wun­der­schöne Orte nur einen Kat­zen­sprung ent­fernt liegen. Bei Kat­zen­sprung Deutsch­land fin­dest du viele Anre­gun­gen für deinen Kurz­trip in das Umland.

4. Min­des­tens drei Kugeln Eis oder eine ganze Was­ser­me­lone essen

Als Kind hätten wir am liebs­ten fünf Kugeln Eis geges­sen, durf­ten aber nur zwei bestel­len. Als Erwach­sene könn­ten wir so viel Eis essen, wie wir möch­ten, erlau­ben uns oft aber nur eine, aus Angst, im Sommer den Bikini-Body” zu ver­lie­ren. Unser Tipp: Ein­fach mal eine Kugel mehr bestel­len! Natür­lich gilt das nicht für jeden Tag, doch min­des­tens einmal diesen Sommer, darfst du dir den Luxus erlau­ben und alle Sorten Eis bestel­len, die du möch­test. Oder wie wäre es mal wieder mit einem Spa­ghetti-Eis?

Mach dir bewusst, dass du abso­lut nie­man­den um Erlaub­nis fragen musst, um dir selbst etwas zu gönnen. Und für alle ande­ren Tage gibt es immer noch die gute alte Was­ser­me­lone. Ein­fach zwei Hälf­ten kaufen, die Pick­nick­de­cke ein­pa­cken, einen Löffel in die Tasche ste­cken und in den nächs­ten Park fahren. Melone zu löf­feln, ist die per­fekte Erfri­schung an heißen Tagen.

Ps.: Eis und Melone sind ideal, um den Som­mer­nach­mit­tag bei der Arbeit etwas erträg­li­cher zu gestal­ten. Sicher­lich freuen sich auch deine Kol­le­gen über die uner­war­tete Stär­kung. Statt Eine Kugel Scho­ko­lade” heißt es dann Einmal alles zu mit­neh­men bitte!” Übri­gens muss es nicht immer Eis im Plas­tik­be­cher sein. Viele Eis­die­len füllen ihr Eis auch in deine mit­ge­brach­ten Behäl­ter, Tup­per­ware oder sogar in To-Go Becher. 

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5. Dem Wald helfen

Der Sommer ist die ideale Jah­res­zeit, Kraft in der Natur zu tanken aber auch, um der Natur etwas zurück­zu­ge­ben! Die Pflege unse­rer Wald­be­stände erfor­dert viel Zeit und Kraft. Der Wald ist nicht nur Lebens­raum für viele Tier- und Pflan­zen­ar­ten son­dern spielt auch eine wich­tige Rolle im Kli­ma­schutz, in dem er Koh­len­stoff spei­chert und so für eine ver­bes­serte Luft­qua­li­tät sorgt. In Japan macht aktu­ell sogar eine neue The­ra­pie­form die Runde: shin­rin yoku oder forest bathing, zu Deutsch Wald­ba­den“.

Ganze Out­door-Kli­ni­ken schi­cken ihre Pati­en­ten zum Baden“ in den Wald, lassen sie also ganz in die Natur ein­tau­chen. Ursa­che für diesen Trend sind neue Unter­su­chun­gen, nach denen Wald­spa­zier­gänge den Blut­druck senken und Stress­hor­mone redu­zie­ren. Stoffe in der Wald­luft sollen sogar die Bil­dung von Krebs bekämp­fen, den Pro­te­inen und Zellen för­dern.

Wenn du diesen Sommer etwas für den Wald tun möch­test, dann kannst du zum Bei­spiel am Berg­wald­pro­jekt teil­neh­men. Unter dem Motto Alle reden vom Wald, wir gehen hin!”, kannst du dich dort für Schutz­wald­pro­jekte oder Kul­tur­land­schafts­pro­jekte anmel­den. Teil­neh­men können Männer und Frauen von 18 bis 88 Jahren, forst­li­che Kennt­nisse sind nicht nötig. 

6. Ein Open-Air Kino besu­chen — und eigene Snacks mit­brin­gen

Open-Air Kinos sind urbane Frei­zeit­ge­stal­tung mit einem Hauch Nost­al­gie. Es ist ein ein­ma­lig schö­nes Gefühl, im Park unter freiem Himmel zu sitzen und einen guten Film zu schauen. Open-Air Kinos gibt es mitt­ler­weile in jeder grö­ße­ren Stadt. Wenn du keins in deiner Nähe fin­dest, kannst du viel­leicht selbst eins orga­ni­sie­ren. Ein Beamer und eine nackte Haus­wand tun es auch.

Egal, wo du deiner Lei­den­schaft für Filme nach­gehst — sei acht­sam mit der Natur. Snacks gehö­ren zu jedem guten Film und hin­ter­las­sen leider oft ihre Spuren. Am besten du bringst deine eige­nen Snacks mit. Nüsse, Obst und Scho­ko­lade sind beim Unver­packt-Laden zu haben. Andere Süßig­kei­ten gibt es sogar auch am Kiosk ver­pa­ckungs­frei. Viel­leicht hast du auch eine eigene Glas­trink­fla­sche, die du mit­neh­men kannst. Das spart nicht nur Geld son­dern auch Müll. Eine Über­sicht aller Open-Air Kinos in Deutsch­land fin­dest du hier.

7. Drin­nen blei­ben!

Unser letz­ter Tipp: Ein­fach mal alle Pläne absa­gen und Stu­ben­ho­cker sein! Egal, wie schön die Sonne auch scheint, manch­mal tut es ein­fach gut, zu Hause zu blei­ben. Wenn es heiß drau­ßen ist und die Parks voller Men­schen sind, kommt in uns schnell die Angst auf, etwas zu ver­pas­sen. Stress dich nicht. Die Sonne wird noch­mal schei­nen, gril­len, feiern und Eis essen kannst du auch an einem ande­ren Tag. Du musst nicht über­all dabei sein. Denk daran, dass es mehr um dein Gefühl geht, als darum, was du tust. Wenn du lieber im Bett statt auf der Wiese liegen möch­test, dann leg dich hin. Wenn du so gar keine Lust hast, unter Men­schen zu gehen, dann fahr nach Hause und widme dich für eine Weile unse­rem ersten Tipp. Sommer ist das, was du daraus machst. 

Du siehst, der Sommer bietet viele Mög­lich­kei­ten, um zu genie­ßen, die Natur zu erle­ben und sich selbst etwas Gutes zu tun. Wir möch­ten dich vor allem dazu ein­la­den, ihn mit allen Sinnen wahr­zu­neh­men und neben allem, was du tun kannst, immer wieder inne zu halten und dir ein­fach inner­lich zu sagen Sommer ist JETZT!”

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:


Jetzt acht­sam durch den Sommer:
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