Weih­nach­ten steht unaus­weich­lich vor der Tür. Für viele Men­schen leider kaum Anlass zur Vor­freude, son­dern der Beginn einer echten Stress­phase. Ein­käufe, Ter­mine, Weih­nachts­fei­ern, Reisen über Reisen, und dann auch noch die Fami­lie. Doch für manche geht es auch ganz ent­spannt. Wo liegt der größte Stress zur Weih­nachts­zeit, und was machen die­je­ni­gen anders, die gelas­sen durch die Fei­er­tage kommen?

Die besten Tipps auf einen Blick in unse­rer Info­gra­fik: hier kli­cken

Stress­fak­tor Nummer eins: Der Kon­sum­zwang

Die Medi­ta­ti­ons- und Acht­sam­keits-Com­mu­nity 7Mind hat Zugang zu einer außer­ge­wöhn­lich gelas­se­nen Nut­zer­gruppe und diese Men­schen befragt, wie sie mit der Weih­nachts­zeit umge­hen. Im Rahmen der Umfrage beant­wor­te­ten ca. 2.000 Nutzer einen Fra­ge­bo­gen zu ihrem Stres­semp­fin­den um die Weih­nachts­zeit, zu ihrem Umgang mit dem Stress und ihren per­sön­li­chen Tipps für ent­spannte Fei­er­tage.

Stress­fak­tor Nummer eins für die Befrag­ten, und zwar mit deut­li­chem Abstand: Der Kon­sum­zwang (35%). Auf Platz zwei folgte der eigene Per­fek­ti­ons­an­spruch mit fast zwan­zig Pro­zent. Der Ter­min­druck zu den Fei­er­ta­gen wurde an drit­ter Stelle genannt (ca. 13%). Ein­sam­keit belas­tet nur ca. 7% der Nutzer (wobei zu berück­sich­ti­gen ist, dass rund zwei Drit­tel der Befrag­ten ver­hei­ra­tet oder in einer Bezie­hung waren). Streit in der Fami­lie ran­gierte mit etwa 5% an letz­ter Stelle.

Die besten Tipps für ent­spannte Fei­er­tage

Die zwei belieb­tes­ten Tipps gegen den Weih­nachts­stress über­ra­schen wenig: Wir schen­ken uns weni­ger“, sagten über fünf­zig Pro­zent der Befrag­ten, Wir machen ein ein­fa­ches Essen“ rund 35 Pro­zent. Doch fast drei­ßig Pro­zent nutzen auch Acht­sam­keits­übun­gen für mehr Gelas­sen­heit, und einige haben ganz indi­vi­du­elle Tipps und Tricks für ent­spannte Fei­er­tage.

Gegen den Kon­sum­stress emp­fah­len einige, schon übers Jahr gut zuzu­hö­ren und Geschenk­ideen zu sam­meln. Ein wei­te­rer Tipp war, nur den Klei­nen etwas zu schen­ken und unter Erwach­se­nen ein­fach die gemein­same Zeit zu genie­ßen. Oder: Zeit schen­ken“ statt Dinge.

Den Per­fek­ti­ons­an­spruch zum Fest bewäl­ti­gen manche, indem sie offen über Erwar­tun­gen spre­chen, diese wo nötig her­un­ter­schrau­ben, die Auf­ga­ben auf­tei­len und gemein­sam Spaß an der Vor­be­rei­tung haben. Die besten Tipps gegen den Ter­min­druck: Eigene Rituale erfin­den, anstatt sich den übli­chen Vor­ga­ben zu beugen. Oder zum Bei­spiel aus der einen oder ande­ren Weih­nachts­feier ein Neu­jahrs­fest machen, das etwas Abwechs­lung in den grauen Januar bringt.

Acht­sam­keit und Medi­ta­tion für mehr Gelas­sen­heit

Alle Befrag­ten hatten zumin­dest Berüh­rungs­punkte mit dem Thema Acht­sam­keit, also Übun­gen zur Stress­re­duk­tion, in denen man sich ganz auf den Moment fokus­siert, wie bei­spiels­weise Medi­ta­tion. Drei­ßig Pro­zent der Befrag­ten medi­tie­ren mehr­mals pro Woche, 16,5 Pro­zent täg­lich.

Stu­dien zufolge (z. B. Rosen­kranz et al. 2013) senkt Medi­ta­tion das Stres­semp­fin­den merk­lich, und diese Ten­denz war auch in der Befra­gung fest­zu­stel­len. Ihr aktu­el­les Stress­le­vel zur Weih­nachts­zeit gaben die Befrag­ten in der Selbst­ein­schät­zung mit durch­schnitt­lich 2,66 von 5 Punk­ten an (also kaum“ bis mittel“). Ihr Stress­le­vel vor Medi­ta­tion mit im Schnitt 3,23 (also mittel“ bis hoch“) – eine Ver­än­de­rung von rund zwan­zig Pro­zent. Beson­ders deut­lich war der Effekt bei den täg­lich Medi­tie­ren­den.

Eine Frage der Ein­stel­lung

Auch andere Acht­sam­keits­übun­gen können Ent­span­nung in die Weih­nachts­zeit brin­gen. Einige der Befrag­ten führen zum Bei­spiel ein Dank­bar­keits- oder Glücks­ta­ge­buch. Auch die Fähig­keit, kleine Momente zu genie­ßen – wie das Anzün­den einer Kerze, die Vor­freude vor dem Öffnen des Advents­ka­len­ders oder ruhige Zeit mit der Fami­lie – trägt zu Glück und Gelas­sen­heit bei.

Gegen mög­li­che Kon­flikte gab es einen beson­ders schö­nen Tipp: Die Ein­stel­lung zu den Men­schen. Jeder Mensch will doch ein­fach nur geliebt werden“, lau­tete eine Ant­wort. Auch zur Weih­nachts­zeit.

Info­gra­fik: Ent­spannt durch die Weih­nachts­zeit

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