Soli­da­ri­tät zeigen: Was steht dem Ein­zel­nen in der Krise zu?

Von Car­lotta Koroll

Aktu­ell über­schla­gen sich täg­lich die Ereig­nisse: Bars werden geschlos­sen, Ver­an­stal­tun­gen abge­sagt, in bestimm­ten Regio­nen sogar eine Aus­gangs­sperre ver­hängt. Das öffent­li­che Leben kommt zur Ruhe, wäh­rend drau­ßen vor dem Fens­ter der Früh­ling beginngt. Kommt da auch etwas Frust in dir auf? Freunde tref­fen, Sport machen, Kultur genie­ßen, die Welt berei­sen – viele von uns schöp­fen daraus Iden­ti­tät und das Gefühl, Teil der (Welt-)Gemeinschaft zu sein. Der Entzug davon nagt ganz schön an unse­rem Bedürf­nis nach Selbst­be­stim­mung. Was bleibt denn dann noch übrig? Die Ant­wort: Soli­da­ri­tät.

Soli­da­ri­tät wird als unbe­ding­tes Zusam­men­hal­ten defi­niert. Auch wenn Indi­vi­dua­li­tät eine Gesell­schaft aus­macht, dürfen wir nicht ver­ges­sen, dass mensch­li­cher Zusam­men­halt am Anfang davon steht. Was wir jetzt brau­chen ist ein Per­spek­tiv­wech­sel, weg vom Eigen- und hin zum Gemein­wohl. Hil­fe­stel­lung in Zeiten der all­ge­mei­nen Unsi­cher­heit, gegen­sei­tige Unter­stüt­zung — diese Werte an erste Stelle zu setzen, darauf kommt es in einer Krise wie dieser an. Ja, das grenzt uns per­sön­lich ein. Aber trotz der Ein­schrän­kun­gen haben wir immer noch Ver­ant­wor­tung für unsere Reak­tion darauf: Nehmen wir die Ein­schrän­kun­gen trot­zig ent­ge­gen oder erken­nen wir, dass es sich bei unse­rem Ver­zicht um einen wich­ti­gen Bei­trag zur Gesund­heit aller han­delt?

Der Kon­troll­ver­lust, die Unsi­cher­heit und Ängste, die wir gerade erle­ben, können sehr belas­ten. Viel­leicht hilft aber schon der Gedanke, dass es vielen Men­schen gerade ähn­lich geht. Hier sind drei Dinge, die du tun kannst: Für dich und für andere.

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Tipp 1: Gegen­sei­ti­ges Ver­trauen

In Zeiten, wo nie­mand rich­tig die Kon­trolle hat, müssen wir uns gegen­sei­tig ver­trauen. Wenn Wis­sen­schaft­le­rIn­nen und unsere Regie­rung Emp­feh­lun­gen oder Ver­bote aus­spre­chen, soll­ten wir ver­trauen, dass diese zu unse­rem Wohl bei­tra­gen. Auch wenn es sich nicht so anfühlt, oft wissen andere besser Bescheid, wenn es um die Gesund­heit der Gesell­schaft und letzt­end­lich auch um dein eige­nes Wohl geht.

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Tipp 2: Koope­ra­tion statt Kon­kur­renz

Nicht nur in der Poli­tik herrscht Kon­kur­renz­kampf. Auch im Pri­va­ten kennen wir das Gefühl, in Kon­kur­renz zu unse­ren Mit­men­schen zu stehen. Manch­mal spüren wir diese Kon­kur­renz viel­leicht ganz bewusst, wie bei der Arbeit, oder wenn sich mal wieder jemand an der Super­markt­kasse vor­drän­gelt. Aber auch im Fit­ness-​Studio oder im Freun­des­kreis können wir uns einem Kon­kur­renz­den­ken aus­ge­setzt fühlen. Auf glo­ba­ler Ebene bekommt dieses Kon­kur­renz­den­ken natür­lich ganz andere Dimen­sio­nen.

Wer ande­ren helfen möchte, muss vor allem den Wunsch los­las­sen, immer ganz vorne mit dabei sein zu wollen. Dann geht es plötz­lich nicht mehr nur um uns selbst und die eigene Leis­tung. Wir hören auf uns zu ver­glei­chen und ent­wi­ckeln einen Blick für unser eige­nes Helfer-​Poten­zial. Wenn du jeman­dem deine Hilfe anbie­test, wech­selst du auto­ma­tisch vom Kon­kur­renz- in den Koope­ra­ti­ons­mo­dus. So ent­steht ein völlig neues Wir-Gefühl, in dem wir den ande­ren als Men­schen betrach­ten und nicht als jeman­den, der uns den ersten Platz strei­tig machen möchte.

Tipp 3: Sei für andere da

Bist du jung, gesund, hast freie Zeit, aber du fühlst dich macht­los? Es gibt jede Menge Dinge, die tun kannst, um ande­ren zu helfen. Durch Initia­ti­ven und Ver­net­zun­gen wie Ein­kaufs­held und Qua­ran­tä­ne­hel­den kannst du für Men­schen der Risi­ko­gruppe ein­kau­fen. Oder enga­giere dich frei­wil­lig bei der Essens­aus­gabe, wo mensch­li­che und zeit­li­che Unter­stüt­zung fehlt. Und kaufe auch für dich selbst acht­sam ein – nur so viel, wie du tat­säch­lich benö­tigst.

Tipp 4: Küm­mere dich um dich selbst, ohne andere zu gefähr­den

Vieles von dem, was uns nor­ma­ler­weise gut tut, ist gerade nicht mehr mög­lich. Trotz­dem können wir uns um uns selbst küm­mern, ohne andere zu gefähr­den: For­dere deinen Kopf mit neuen Hob­bies heraus, mach eine Runde Yoga oder ein Work­out zuhause (auch wenn du sonst lieber auf dem Vol­ley­ball­feld stehst) und bleibe über Inter­net und Tele­fon mit deinen Liebs­ten in Kon­takt. Übri­gens: Online Yoga-Ange­bote wie Down Dog gibt es bis zum 1. April kos­ten­frei.

In Kri­sen­zei­ten müssen wir begin­nen, umzu­den­ken. Vom Ich-Denken“ zum Wir-Denken“. Pass auf dich auf, um den Men­schen um dich herum Sicher­heit und Schutz zu geben. Es mag sich iso­lie­rend anfüh­len, aber so halten wir letzt­end­lich zusam­men.

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