7 Fragen, die dich an dein nächstes Ziel bringen

Ein Ziel anzugehen ist immer auch ein Abenteuer. Die folgenden 7 Fragen helfen dir bei deiner Entdeckungsreise, um dich auf alle Hindernisse vorzubereiten!

Gastbeitrag von Tanja Bischofberger

Hast du dir für dieses Jahr ein ganz bestimmtes Ziel gesetzt? Damit meine ich nicht einen oberflächlichen Vorsatz, der nach dem Blick auf die Waage oder bei Atemlosigkeit nach einem kurzen Spurt auf den Bus entsteht. Nein, ich meine ein wirkliches Ziel, das viel mehr mit deinem Innern zu tun hat, als du dir vielleicht vorstellen kannst. Auf dem Weg zu diesem Ziel hast du die Gelegenheit, viel über dich herauszufinden und dich besser kennen zu lernen. Manchmal ist gerade das viel wichtiger, als am Ende das Ziel zu erreichen.

Wenn du dein Ziel vor dem Start etwas genauer unter die Lupe nimmst, kannst du dich auf mögliche Hindernisse bereits jetzt vorbereiten. Oder du entdeckst auf einmal auch Nachteile und Konsequenzen, an die du nicht gedacht hast. Es wäre schade, deine Zeit und deine Energie in ein solches Unterfangen zu stecken. Nutze daher die Zeit, um erneut in dich zu gehen und herauszufinden, was dich wirklich motiviert, ein bestimmtes Ziel anzugehen. Die folgenden sieben Fragen helfen dir bei deiner Entdeckungsreise:

1. Frage: Wie geht es dir gerade? Nimm einfach einmal wahr, wie du dich jetzt in diesem Moment fühlst. Gibt es Spannungen in deinem Körper, drehen dir oft die gleichen Gedanken im Kopf? Überlege dir auch, welche Erfahrungen und Ereignisse in diesem Jahr zu deinem momentanen Befinden geführt haben. Wofür bist du dankbar? Was ist noch nicht abgeschlossen und fordert deine Aufmerksamkeit?

Es mag für dich ungewöhnlich sein, ganz in der Gegenwart zu sein, anstatt gleich zu Beginn Zukunftspläne zu schmieden. Doch dieser Moment im Hier und Jetzt wird es dir erst möglich machen zu erkennen, was du wirklich willst.

2. Frage: Was ruft dich? In der Stille hörst du, wie dir deine innere Stimme oder deine Intuition etwas ganz Bestimmtes sagen will. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir diese Frage stellst und dabei die Flamme einer Kerze betrachtest oder ein schönes Bild. Schreiben, malen oder andere kreative Ausdrucksformen können ebenfalls ein Sprachrohr deines Herzens sein. Was soll dir im kommenden Jahr zu einem Anliegen werden, für das du bereit bist Herausforderungen anzunehmen? Formuliere nun dein Ziel!

3. Frage: Wer ist an deiner Seite? Ein Ziel alleine erreichen zu wollen, kann durchaus seinen Reiz haben. Du willst dein Umfeld mit deinem Erfolg überraschen oder aber im Stillen ein mögliches Scheitern verarbeiten, ohne jemandem davon erzählen zu müssen. Es geht auch nicht darum, die ganze Welt über dein Vorhaben zu informieren. Suche dir Menschen, die sich vielleicht das gleiche Ziel gesetzt haben oder dieses schon erreicht haben und dir wertvolle Tipps geben können. Deine Lieblingsmenschen solltest du unbedingt einweihen. Sie werden für dich da sein, dich motivieren oder trösten.

4. Frage: Was ist dein erster Schritt? Die altbekannten Vorsätze lauten meistens: „Ab jetzt für immer“. Das sind grosse Worte, die auch ein bisschen Angst einflössen können. Was du jetzt brauchst, ist zu wissen, wie du überhaupt starten sollst. Natürlich ist es schön, dir in deinen Gedanken detailliert auszumalen, wie du dies oder jenes angehen und meistern willst. Überlege dir für deinen Weg zum Ziel einen konkreten ersten Schritt. Dieser Schritt soll dir signalisieren: „Jetzt bin ich gestartet, jetzt geht’s los!“. Das kann ein kleines Ritual sein, manchmal hilft sogar das bewusste Überqueren einer Brücke.

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5. Frage: Wie gehst du mit Hindernissen um? Versuche herauszufinden, was dir alles auf deinem Weg zum Ziel begegnen könnte. Gibt es Personen oder Situationen, die dich von deinem Vorhaben abbringen würden? Rufe deine bisherigen Erfahrungen ab, du kennst dich selbst am besten.

Überlege dir, was dir in solchen Krisenphasen helfen wird und erstelle dir eine Erste-Hilfe-Box: Wen könntest du anrufen, wenn du eine Aufmunterung brauchst? Schreibe auf einen Zettel die Aufforderung, einfach in die Stille zu gehen. Gibt es ein Buch mit motivierenden Texten? Welche Musik tut dir gut? Manchmal hilft auch ein Lieblingsduft oder ein Schaumbad. Es darf durchaus auch Schokolade in die Box. Füge laufend Dinge hinzu, die dir guttun. Wenn du dich dann mitten im Gefecht befindest, holst du dir Unterstützung aus deiner Kiste.

6. Frage: Woran erkennst du, dass du am Ziel bist? Das mag für dich eine seltsame Frage sein. Doch es ist wie bei der 4. Frage: Werde ganz konkret. Allein ein Ziel anzupeilen wird dich nicht die ganze Strecke lang motivieren. Du solltest eine deutliche Vorstellung davon haben, wie du sein wirst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wirst du etwas tun können, was dir im Moment noch nicht möglich ist? Was wird an und in dir anders sein, als jetzt? Bringe dein Ziel direkt in Bezug auf dich persönlich. Dieses klare innere Bild von dir, wird dir auf deinem Weg helfen.

7. Frage: Wie wird dein Leben sein, wenn du das Ziel erreicht hast? Es spielt keine Rolle, ob du dir ein grosses oder kleines Ziel gesetzt hast. So oder so durchlebst du auf einem solchen Weg immer eine persönliche Entwicklung. Du wirst nicht mehr dieselbe Person sein, wie du es vor dem Start warst. Da du auch Teil einer Gemeinschaft bist, beeinflusst das ebenso dein Umfeld. Dein Blick auf Alltägliches wird sich unter Umständen verändern. Die Frage ist hypothetisch, aber nicht weniger spannend: Wie werden dich deine Freunde und deine Familie sehen, wenn du dein Ziel erreicht hast? Woran werden sie deine Veränderung erkennen? Wie wird dein neuer Alltag sein?

Wie stehst du nun zu deinem Jahresziel? Die sieben Fragen werden dich nicht vor unvorhergesehenen Zwischenfällen bewahren. Aber wie bei einer Wanderung kann eine gute Vorbereitung wesentlich zum Erfolg beitragen. Dennoch beginnt jede Reise erst mit dem ersten Schritt. Und den kannst du gehen, indem du voller Zuversicht, Motivation und Freude das neue Jahr empfängst.

Zur Autorin: Tanja Bischofberger ist Coach und Intuitions-Trainerin. Durch mehrjährige Schulung wurde ihr bewusst: Jeder Mensch kann die Wahrnehmung der Intuition trainieren. Und damit mehr Gelassenheit und Zufriedenheit ins Leben bringen. In ihrer Praxis begleitet sie ihre Klienten mit der systemischen Heldenreise zu ihren Zielen und durch anstehende Veränderungen, mit einem Fokus auf das Thema Intuition.

Die Podcastfolge zum Impuls der Woche:

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(Bildquelle: rawpixel auf Unsplash)

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