Von Sarah Schömbs

Wann ist die nächste Imp­fung dran? Ab wel­chem Alter sollte man regel­mä­ßig zu einem Haut­scree­ning gehen? In wel­chen Berei­chen ist gesund­heit­li­che Vor­sorge über­haupt mög­lich? Und bezahle ich das aus meiner eige­nen Tasche oder über­nimmt das meine Kran­ken­kasse? Fragen über Fragen, die meis­tens dazu führen, dass wir uns erst mit unse­rer Gesund­heit beschäf­ti­gen, wenn es bereits zu spät ist. Doch gesund­heit­li­che Vor­sorge schlägt einen ande­ren Weg vor: Erhalte deine Gesund­heit, statt ledig­lich die Sym­ptome und Krank­heits­fol­gen zu bekämp­fen.

Das Thema Vor­sorge ist ziem­lich kom­plex und viel­fäl­tig. Kaum einer hat einen genaue Über­sicht über Schutz­imp­fun­gen, Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen oder Gesund­heits­pro­gramme wie Yoga oder Rücken­kurse.

Wir möch­ten dir des­halb einen Über­blick geben, was im Rahmen der gesetz­li­chen Vor­sorge alles mög­lich ist und wieso es sich lohnt, den Weg zum Arzt ein­zu­schla­gen, auch wenn du gesund und topfit bist!

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Gestalte dein indi­vi­du­el­les Prä­ven­ti­ons­pro­gramm

Prä­ven­tion ist die beste Kran­ken­vor­sorge. Dieser Spruch mag viel­leicht ver­staubt und spie­ßig klin­gen, beinhal­tet jedoch viel Wahres. Doch was bedeu­tet Prä­ven­tion und gesund­heit­li­che Vor­sorge kon­kret?

Nach dem Bun­des­mi­nis­te­rium für Gesund­heit umfasst Prä­ven­tion Mittel und Maß­nah­men, um Krank­hei­ten früh­zei­tig zu erken­nen, viel­leicht sogar zu ver­hin­dern und Krank­heits­fol­gen zu redu­zie­ren. Denn ein Groß­teil der heute typi­schen Volks­krank­hei­ten sind nicht ange­bo­ren, son­dern ent­ste­hen im Laufe unse­res Lebens auf­grund von Stress, unge­sun­der Lebens­wei­sen und äuße­ren Ein­flüs­sen. Durch Prä­ven­tion ist es mög­lich diese Fak­to­ren ein­zu­däm­men und so eine Krank­heit erst gar nicht ent­ste­hen zu lassen. 

Vor­sorge bedeu­tet dem­nach nicht per se, den nächs­ten Bau­spar­ver­trag oder eine wei­tere Zusatz­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen. Es bedeu­tet auch nicht, sich tag­täg­lich meh­rere Vit­amin­prä­pa­rate ein­zu­ver­lei­ben oder von heut auf morgen einen Mara­thon zu laufen. Vor­sorge bedeu­tet zu agie­ren, bevor es zu spät ist. Bevor Tin­ni­tus, Migräne und Co. sich ein­ge­schli­chen haben und akute Sym­ptome behan­delt werden müssen. 

Prä­ven­tion ist Arbeit an der Wurzel! Wer sich prä­ven­tiv um Körper und Geist küm­mert, hat sein ganzes Leben etwas davon.

Wir zeigen dir 4 Tipps, wie du dich prä­ven­tiv um deine Gesund­heit küm­mern kannst und welche Mög­lich­kei­ten du durch deine gesetz­li­che Kran­ken­kasse hast. 

Kran­ken­kasse, Bezu­schus­sung, Prä­ven­ti­ons­kurse & Co.

1. Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen und Gesund­heits-Check-Ups
Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen bieten eine Reihe von Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen sowie regel­mä­ßige Gesund­heits-Check-ups an. Hier wird nicht nur die aktu­elle Gesund­heit über­prüft, son­dern es werden auch fami­liäre Krank­heits­ge­schich­ten ein­be­zo­gen, um ein umfas­sen­des, indi­vi­du­el­les Risi­ko­pro­fil zu erstel­len.

Zu den Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen gehö­ren die Krebs­vor­sorge, wie bei­spiels­weise Haut­krebs-Scree­nings (mög­lich alle zwei Jahre ab dem Alter von 35 Jahren) oder Unter­su­chun­gen zu Gebär­mut­ter­hals­krebs bei Frauen ab dem Alter von 20 Jahren. Hinzu kommen Zahn­vor­sorge-Unter­su­chun­gen, Schutz­imp­fun­gen sowie Kinder- und Jugend­un­ter­su­chun­gen.

Der Gesund­heits-Check-Up ist alle drei Jahre sowohl für Männer als auch Frauen ab dem 35. Lebens­jahr mög­lich. Er umfasst Ganz­kör­per­un­ter­su­chung mit Blut­druck­mes­sung, Blut­pro­ben­ent­nahme zur Ermitt­lung der Blut­zu­cker- und Cho­le­ste­rin­werte, eine Urin­un­ter­su­chung sowie ein inten­si­ves Gespräch mit dem jewei­li­gen Arzt.

Durch Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen ist es mög­lich, Krank­hei­ten früh­zei­tig zu erken­nen und dem­entspre­chend zu han­deln. Ver­ein­bare am besten gleich einen Termin bei deinem Haus­arzt oder infor­miere dich bei deiner Kran­ken­kasse über mög­li­che Check-Ups.

2. Ernäh­rungs­be­ra­tung, Pla­nung und Umstel­lung
Eine indi­vi­du­elle Ernäh­rungs­be­ra­tung kommt für jeden in Frage, der sich mit seinem Körper und der Nah­rung, die er zu sich nimmt, aus­ein­an­der­set­zen möchte. Die Ernäh­rung hat ein großes Poten­tial, zu deiner Gesund­heit bei­zu­tra­gen. Schließ­lich ist sie Ener­gie­quelle Nummer eins. Vit­amine, Koh­len­hy­drate, Pro­te­ine und Co. sind not­wen­dig, um Man­gel­er­schei­nun­gen zu ver­hin­dern und bei­spiels­weise unser Immun­sys­tem zu stär­ken.

Von vielen Kran­ken­kas­sen werden Ernäh­rungs­kurse und indi­vi­du­elle Ernäh­rungs­be­ra­tun­gen als prä­ven­tive Gesund­heits­vor­sorge aner­kannt und bezu­schusst. Infor­miere dich am besten direkt bei deiner Kran­ken­kasse und erkun­dige dich über deine Mög­lich­kei­ten. Lasse dich bera­ten und erhalte einen indi­vi­du­el­len Ernäh­rungs­plan, der zu dir, deinem Körper und deinem Lebens­stil passt. So wird dir eine sanfte Ernäh­rungs­um­stel­lung leich­ter fallen und du wirst schnell spüren, wie du Kraft, Ener­gie und Vita­li­tät zurück­ge­winnnst.

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3. Yoga als gesund­heit­li­che Vor­sorge
Auch kör­per­li­che Fit­ness und Mobi­li­tät gehört zu einer ganz­heit­li­chen Gesund­heit dazu. Viele Kurse wie Yoga, Qi Gong oder Aqua-Fit­ness werden durch gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen bezu­schusst. Vor­aus­set­zung ist hier­bei, dass es sich um qua­li­fi­zierte und lizen­sierte Lehrer han­delt. Meist fin­dest du auf den jewei­li­gen Web­sei­ten der Fit­ness­stu­dios und Yoga­schu­len schnell Auf­schluss dar­über, welche Kurse zum Prä­ven­ti­ons­pro­gramm dazu­ge­hö­ren. Du wirst über­rascht sein, wie groß das Ange­bot ist!

Viele Kran­ken­kas­sen haben außer­dem Bonus­pro­gramme, bei denen sport­lich aktive Mit­glie­der Geld- oder Sach­prä­mien erhal­ten können. Wer aber lieber zu Hause blei­ben möchte, für den kommt viel­leicht ein Online-Kurs infrage. Denn auch Online Kurse werden von viele Kran­ken­kas­sen aus ange­bo­ten. Dazu zählen Rau­cher­ent­wöh­nungs­pro­gramme, Bur­nout-Coa­chings oder Rücken­schu­len.

4. Medi­tie­ren, um deine Selbst­wahr­neh­mung zu stär­ken
Vor­sorge bedeu­tet auch, dein Früh­warn­sys­tem zu schu­len und damit ein­her­ge­hend, deine Belas­tungs­gren­zen früh­zei­tig zu erken­nen und die Signale des Kör­pers rich­tig zu deuten. Medi­ta­tion unter­stützt dich darin, diese Sen­si­bi­li­tät und Acht­sam­keit gegen­über deinem Körper auf­zu­bauen und zu ver­in­ner­li­chen.

Eine täg­li­che Medi­ta­ti­ons­pra­xis hilft dir, im Alltag zur Ruhe zu kommen, dich mit deinem Körper zu ver­bin­den und Stress zu min­dern. Die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen von Medi­ta­tion auf Körper und Geist bewei­sen mitt­ler­weile zahl­rei­che Stu­dien. Bereits wenige Minu­ten der inne­ren Ein­kehr am Tag helfen, ent­spann­ter und gelas­se­ner zu werden. Auf phy­si­scher Ebene zeigen Stu­dien, dass Medi­ta­tion bei­spiels­weise dein Immun­sys­tem stärkt, bei Schlaf­stö­run­gen hilft und Kopf­schmer­zen redu­ziert. Na wenn das keine Vor­sorge ist!

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Schließ­lich bedeu­tet ganz­heit­li­che Gesund­heit auf men­ta­ler und phy­si­scher Ebene gesund, vital und fit zu sein. Wie du sehen kannst, gibt es nicht den einen all­ge­mein­gül­ti­gen Plan für deine gesund­heit­li­che Vor­sorge. Auch wenn Zusatz­ver­si­che­run­gen, Vit­amin C-Prä­pa­rate, Aspi­rin bei akuten Beschwer­den helfen können, kannst du mit deiner täg­li­chen Lebens­weise eben­falls einen großen Bei­trag für deine Gesund­heit leis­ten. Kran­ken­kas­sen haben mitt­ler­weile ein umfang­rei­ches Ange­bot, die weit über das typisch, ver­staubte Kliché von Wir­bel­säu­len­gym­nas­tik hin­aus­ge­hen.
Wich­tig ist hier­bei, sich mit der Kran­ken­kasse genau abzu­spre­chen, um Miss­ver­ständ­nisse zu ver­mei­den und die für dich not­wen­dige und indi­vi­du­elle Unter­stüt­zung zu erhal­ten. Ein Anruf bei deiner Kran­ken­kasse lohnt sich also!

Prä­ven­tion ist also nichts ande­res, als dich im Hier und Jetzt um deine kör­per­li­chen und men­ta­len Bedürf­nisse zu küm­mern. Vor­sorge ist Für­sorge. Für dich, deinen Körper und deinen Geist. Schließ­lich kennt nie­mand deinen Körper so gut wie du selbst.

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:


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Bild: Luis Quin­tero auf Pexels
Bild: Anupam Maha­pa­tra auf Uns­plash