Konsum vs. Besinnlichkeit: Finde die richtige Balance

Weihnachtsmärkte, Wunschlisten, Weihnachtsfeiern, Wichteln – die großen Stress-W’s der Weihnachtszeit haben alle mit Konsum zu tun. Doch wo bleibt die viel beschworene Besinnlichkeit?

von Anna Rosenbaum

In der (Vor-)Weihnachtszeit mit all ihren Kaufrausch- und Konsum-Momenten kommt bei vielen der Wunsch nach einer einsamen Insel ohne Werbebanner, Einkaufsstraßen und Kaufhäuser auf. Auf der einem niemand erzählt, was es alles zu kaufen, zu essen und anzuhören gibt. Wir zeigen dir, wie du auch ohne Insel-Flucht-Strategie besinnlich bis zum Fest kommst: mit Achtsamkeit.

Achtsam auf den Weihnachtsmarkt

Alle Jahre wieder werden in den Städten bunte Beleuchtungen angebracht, Stände mit Köstlichkeiten und festlichem Schnickschnack aufgebaut, und aus allen Richtungen strömen die Menschen herbei, um ein bisschen Weihnachtsluft zu schnuppern. Weihnachtsmärkte gehören zum Dezember dazu und können viel Freude bringen – sie können aber auch schnell voll, stressig, laut und teuer werden.

Achtsamkeit kann dir dabei helfen, deinen Weihnachtsmarktbesuch so anzugehen, dass er dir nur die schönen Seiten offenbart. Hier ein paar Tipps:

1. Timing ist die halbe Miete

Möchtest du dich gerne gemütlich von dem Strom anderer Menschen über den Markt tragen lassen oder dir lieber einen Zeitpunkt suchen, zu dem weniger Rummel herrscht (z.B. tagsüber oder an Wochentagen)? Bevor du deinen Weihnachtsmarktbesuch planst, nimm dir einen Moment, um dich auf dich selbst zu besinnen und dir klar zu machen, wonach dir ist. Und wenn es mit den Freunden nicht klappt, begib dich ruhig auch einmal alleine auf Entdeckungstour und genieße den Weihnachtsmarkt in deinem eigenen Tempo.

2. Die richtige Einstellung

Stell dir schon auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt ganz bewusst vor, was dich erwartet, und denk an all die schönen Sinneseindrücke, die es dort zu entdecken gibt. So kannst du deinen Fokus schon im Vorhinein in die richtige Richtung lenken.

3. Bewusst auswählen

So viele Sinneseindrücke wie auf einem Weihnachtsmarkt auf uns einprasseln, kann es schnell passieren, dass man in so etwas wie einen Rausch verfällt. In diesem Zustand möchtest du nicht nur Pommes, Crèpe, Lebkuchen, Zuckerwatte UND Backkartoffeln essen, sondern denkst vielleicht auch, dass du dringend deine Weihnachts-Deko aufstocken solltest und bestimmt noch zehn neue Keks-Ausstecher für die Backsaison brauchst.

Wenn du merkst, dass ein solcher Rausch droht, ist der erste Schritt in Richtung Rettung schon getan. Denn dann kann Achtsamkeit dir dabei helfen, deine tatsächlichen Bedürfnisse und Wünsche aus dem Überangebot herauszufiltern. Du könntest dir zum Beispiel erst einmal die ganze Essens-Vielfalt anschauen, die Düfte wahrnehmen und erst anschließend entscheiden, worauf du am meisten Lust hast. So wirst du das Gefühl los, etwas zu verpassen, und wenn du dich bewusst für eine Köstlichkeit entscheidest, wirst du sie wahrscheinlich auch viel mehr geniessen. Außerdem, nicht vergessen: Das wird sicher nicht dein letzter Weihnachtsmarkt-Besuch sein!

Auch gegen den Weihnachtsartikel-Kaufrausch gibt es ein einfaches Rezept: Mach dir erst einmal ein genaues Bild dessen, was du noch aus den letzten Jahren zu Hause hast. Und wer weiß, vielleicht ist ja wirklich diese eine Weihnachtskugel kaputt gegangen oder Backform verschwunden. Dann kannst du deinen Fokus darauf bündeln, das schönste Stück auf dem Markt zu finden und dich anschließend auch richtig daran freuen.

Geschenkideen, an denen du selbst richtig Freude hast

Geschenkelisten zu erstellen und abzuarbeiten kann nervenaufreibend, anstrengend und teuer sein. Von Geschäft zu Geschäft hetzen, Tüten tragen, die Kreditkarte heiß laufen lassen oder stundenlang im Internet Surfen – all das kann der Weihnachtsfreude einen ziemlichen Dämpfer verpassen. Aber es geht auch anders. Wie wäre es, wenn du in diesem Jahr zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst und dir keinen Stress machst, sondern gleich etwas mitschenkst?

Du kochst oder backst gerne? Dann bereite doch einfach etwas zu, das du selbst liebst und außerdem gut verschenken kannst. Ob hausgemachtes Pesto, eine besondere Risotto-Kreation, geschichtete Keks-Zutaten oder selbst gekochte Marmelade, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Einfach in größerer Menge gemacht, in kleine Gläser abgefüllt, dekoriert – und fertig ist das Geschenk, von dem beide Seiten etwas haben. Und wenn dir spontan nichts einfällt: Das Internet ist voll von “do it yourself”-Ideen!

Und auch wenn du keine Zeit oder Lust hast, selbst etwas herzustellen, kannst du achtsame Geschenke finden, die dir selbst Freude bereiten. Verschenk zum Beispiel gemeinsame Zeit! Mit ein wenig Recherche findest du sicher Ideen für schöne Unternehmungen in deiner Umgebung. Das Spektrum geht meist weit über Konzertkarten und Kinobesuche hinaus!

Stressfrei durch das Einkaufs-Getümmel

Wenn du eine Idee hast, für die sich der Einkauf in der Menschenmenge nicht vermeiden lässt, gibt es eine kleine Übung, mit der trotzdem kein zu großer Stress aufkommen kann: Jedes Mal, wenn dich etwas nervt oder ärgert, halte einen Moment inne und denke an die Person, die du beschenken möchtest. Stell dir ganz genau vor, wie er oder sie das liebevoll ausgewählte Geschenk auspackt. Mal dir detailliert aus, wie sich das Freudestrahlen über dem Gesicht verbreitet.

Mit diesem Bild vor Augen und dem liebevollen Gefühl im Bauch, hat auch eine ausgewachsene Weihnachtsstress-Reaktion keine Chance. Und findest du auch im größten Konsumchaos einen Moment der Besinnlichkeit.

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