Mitgefühl für uns selbst entwickeln (Teil 2)

Kennst du sie, diese fiese kritische innere Stimme? Die strenger mit dir ist als jeder andere? Wir zeigen dir, wie du nachsichtiger mit dir selbst wirst – und innere Kritik in Positives verwandelst.

Im letzten Beitrag haben wir uns mit Selbstmitgefühl im Allgemeinen beschäftigt. Diesmal wollen wir dir eine konkrete Übung vorstellen, wie du mehr Mitgefühl für dich selbst entwickelst. Und zwar indem du kritische Selbstgespräche und Gedanken änderst.

(1) Selbstkritik erkennen

Der erste Schritt, um mehr Selbstmitgefühl zu entwickeln, ist natürlich zu erkennen, dass du gerade selbstkritisch bist. Für die meisten Menschen ist die kritische innere Stimme so gewohnt, dass wir uns erst mal schwer tun, sie überhaupt wahrzunehmen.

Dafür musst du ein bisschen mehr deiner Aufmerksamkeit auf deine Gefühle richten. Und wann auch immer du merkst, dass du dich schlecht fühlst, stell dir selbst diese kurze Frage: Was habe ich gerade zu mir gesagt? War meine innere Stimme kritisch oder freundlich zu mir?

Vielleicht fühlst du dich schlecht, weil du gerade einen Schokoladenmuffin gegessen hast, obwohl du ja eigentlich auf deine Kalorienzufuhr achten wolltest. In Momenten wie diesen hast du die Chance, deine kritische Stimme besser kennen zu lernen.

(2) Der kritischen inneren

Stimme begegnen Im zweiten Schritt gilt es dann, dieser kritischen inneren Stimme bewusst ein wenig Positives entgegenzubringen. Anstatt uns selbst zu verurteilen, können wir versuchen, uns ein wenig Freundlichkeit und Mitgefühl zukommen zu lassen.

Typischer klingt die innere kritische Stimme in etwa so: „Oh ich (Schimpfwort), jetzt hab ich mich schon wieder nicht zurückhalten können. Ich werde es nie schaffen abzunehmen...“. Darauf kannst du dieser Stimme entgegnen: „Ich weiß, du meinst es gut mit mir, aber dieser scharfe Ton hilft jetzt nicht weiter.“

(3) Die freundliche innere Stimme stärken

Am Schluss kannst du versuchen, deine innere freundliche, mitfühlende Stimme ein wenig zu stärken. Wenn du dir damit schwer tust, denke daran, was ein guter Freund in diesem Moment zu dir sagen würde. Du könntest zum Beispiel in freundlichen Stimme zu dir sagen: „Okay, du hast diesen Muffin jetzt gegessen. Ich weiß, du dachtest, dass du dich danach besser fühlen wirst. Aber jetzt stehst du da und fühlst dich erst recht schlecht. Wie wäre es mit einem kurzen Spaziergang?“

Du musst dich nicht von Anfang an wohl mit dieser neuen Stimme fühlen. Und doch wirst du sehen, dass sie dir mit der Zeit mehr und mehr vertraut wird. Denn sie unterstützt dich, anstatt dir Steine in den Weg zu legen.

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