von Anna Rosen­baum

Der Herbst hat einen schlech­ten Ruf. Es wird kälter und dunk­ler, es regnet viel zu oft. Am liebs­ten möchte man mor­gens gar nicht aus dem Bett. Dabei hat diese Jah­res­zeit so viel zu bieten. Mit offe­nen Augen und ein paar Tipps und Tricks kannst du nicht nur das melan­cho­li­sche Gefühl und die bedrückte Stim­mung abwen­den, son­dern die Natur sogar nutzen, um es dir rich­tig gut gehen zu lassen. Zum Bei­spiel mit Spa­zier­gän­gen, Krea­ti­vi­tät und Bas­teln.

Ent­de­cke die Viel­falt der Natur

Zeit in und mit der Natur zu ver­brin­gen macht glück­li­cher und gesün­der. Das ist wis­sen­schaft­lich erwie­sen. Und gerade jetzt im Herbst hat die Natur eine beson­dere Viel­falt zu bieten. Mit all deinen Sinnen kannst du Ver­än­de­run­gen wahr­neh­men. Die Farben des Laubs ändern sich, der Boden im Wald beginnt leicht feucht zu rie­chen, die Sta­cheln der Kas­ta­ni­en­pan­zer piek­sen, das Laub raschelt beim Hin­durch­lau­fen, und Maro­nen ver­wöh­nen deinen Gaumen. 

Lässt du dich einmal auf diese Viel­zahl von Sin­nes­ein­drü­cken ein, schult das deine Acht­sam­keit. Ob bei einem aus­gie­bi­gen Wald­spa­zier­gang, auf dem Arbeits­weg oder ein­fach beim Blick aus dem Fens­ter – jede Farbe, jeder Geruch, jedes Geräusch, jeder Geschmack und jedes Gefühl können dir helfen, das Hier und Jetzt voll und ganz wahr­zu­neh­men und zu genie­ßen.

Herbst­li­che Krea­ti­vi­tät, die glück­lich macht – wis­sen­schaft­lich erwie­sen!

Soll­test du bei deinem Spa­zier­gänge beson­ders schöne Blät­ter, Äste, Kas­ta­nien, Eicheln oder Steine ent­de­cken, sammle doch ruhig ein paar davon ein. Wenn du dann wieder zuhause bist, weil es viel zu früh dunkel, kalt und drau­ßen unge­müt­lich gewor­den ist, kannst du dir etwas gemüt­li­ches anzie­hen, eine Kerze anzün­den, deine Fund­stü­cke auf dem Küchen­tisch aus­brei­ten, Zahn­sto­cher und Kleb­stoff zur Hilfe holen und – bas­teln! Ja, du hast rich­tig gele­sen. Kas­ta­ni­en­männ­chen bas­teln zum Bei­spiel.

Auch wenn dieser Vor­schlag erst einmal albern klingt – jeden­falls für alle, die keine Kinder haben – die posi­ti­ven Wir­kun­gen des Bas­telns sind tat­säch­lich wis­sen­schaft­lich erwie­sen.
Der erste posi­tive Effekt des Bas­telns ist tat­säch­lich das kind­li­che, genauer: das Schwel­gen in Erin­ne­run­gen. Ein For­schungs­pro­jekt der Har­vard Busi­ness School hat her­aus­ge­fun­den, dass dadurch Hilfs­be­reit­schaft, Groß­zü­gig­keit und Mit­ge­fühl deut­lich gestei­gert werden. Und wer sich hilfs­be­reit, groß­zü­gig und mit­füh­lend ver­hält, fühlt sich deut­lich wohler, weni­ger einsam und kann sich auch gut um die eige­nen Bedürf­nisse küm­mern.

Bas­teln för­dert außer­dem die Krea­ti­vi­tät und Kon­zen­tra­tion. Beim Bas­teln sind deiner Fan­ta­sie sind keine Gren­zen gesetzt. Ob du Kas­ta­ni­en­mons­ter baust, Laub­blät­ter bemalst oder herbst­li­che Wind­lich­ter anfer­tigst spielt keine Rolle. Haupt­sa­che du lässt deiner Krea­ti­vi­tät freien Lauf. Dadurch kannst du deinen Fokus ganz gebün­delt auf das Bas­teln rich­ten und eine Aus­zeit von All­tags­ge­dan­ken, Arbeits­stress und Sorgen nehmen. Der Herbst schenkt dir so ein biss­chen Abwechs­lung in deinem Medi­ta­ti­ons­all­tag.

Anlei­tung herbst­li­ches Wind­licht

Wer das erwähnte herbst­li­che Wind­licht nach­bauen möchte, der braucht nur: 

Dra­piere jetzt Blatt für Blatt nach­ein­an­der auf dem Glas und trage ein­zeln eine dünne Kleis­ter­schicht auf, um sie zu befes­ti­gen. Wenn das Glas voll­stän­dig mit Blät­tern beklebt ist, lässt du den Kleis­ter trock­nen und bin­dest dann dein Band oben an den Rand. Tee­licht anzün­den, rein­stel­len und fertig! 

Krea­ti­vi­tät trai­niert, Acht­sam­keit geschult, Zeit im Hier und Jetzt ver­bracht, Wohl­be­fin­den gestärkt und ein schö­nes Wind­licht gezau­bert.

Genießt den Herbst!

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