Laura Genilke

Der Wecker klin­gelt. Gedan­ken, To-Do’s, Kon­flikt­si­tua­tio­nen und vieles mehr schie­ßen in deinen Kopf. Die Augen noch nicht mal auf, hat der Alltag bereits die Macht über dich ergrif­fen. Müdes Zäh­ne­put­zen, auf­ge­reg­tes Anzie­hen der Kinder, in Eile das Haus ver­las­sen. Die S-Bahn fährt mal wieder unre­gel­mä­ßig, deine Kol­le­gin ist krank, auf der Arbeit wird noch ein spätes Mee­ting ange­setzt. Wieder zu Hause ange­kom­men, hast du es grad noch so geschafft, deine Wäsche zu waschen und dein Abend­es­sen vor dem TV ein­zu­neh­men. Schon liegst du wieder im Bett und fragst dich, was dir der heu­tige Tag gebracht hat.

Damit dieser Alltag nicht zu deinem wird oder nur ein ent­fern­tes, alt-bekann­tes Sze­na­rio bleibt, möch­ten wir dir Inspi­ra­tion schen­ken. Inspi­ra­tion, die dich hin­ter­fra­gen, umden­ken und wun­dern lässt. Inspi­ra­tion, die dich wahr­neh­men, ändern und han­deln lässt. Inspi­ra­tion, die es gut mit dir meint und dich mor­gens mit einem brei­ten Lächeln und voller Vor­freude auf den Tag auf­sprin­gen lässt.

Was ist Inspi­ra­tion?

Aus dem Latei­ni­schen her­ge­lei­tet wird die Bedeu­tung klar. In“ steht für hinein und spi­ra­tio“ für das Atmen. Es wird etwas in uns hinein geat­met. Eine Idee, ein Ein­fall, ein Geis­tes­blitz — eine Bot­schaft, die Ein­fluss auf unsere Sinne nimmt und uns, laut Duden, beson­ders bei einer geis­ti­gen, schöp­fe­ri­schen Tätig­keit den Weg erhellt und wei­ter­führt.

Sie kommt uner­war­tet, wenn wir offen dafür sind. Wir gucken einen Film oder lesen ein Buch und ein ein­zi­ger Satz bewegt uns dazu, mehr über ein bestimm­tes Thema wissen zu wollen. Wir sind inspi­riert, dem nach­zu­ge­hen, etwas zu schrei­ben, zu malen, zu singen — ein­fach zu kre­ieren. Unsere Sinne sind belebt und unser Herz schwingt in einem freu­di­gen Zustand.

Social Media Posts, Pod­casts und Co. schen­ken uns hier und da mal den ein oder ande­ren Denk­an­stoß. Doch wie und wo können wir uns abseits der digi­ta­len Welt wirk­lich den Inspi­ra­tio­nen des All­tags hin­ge­ben? In der per­sön­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung ist das Gefühl der Inspi­ra­tion ein wahrer Ener­gie­spen­der und somit der Zünd­stoff für den krea­ti­ven Flow­zu­stand.

Jeder Mensch wird damit gebo­ren, doch je mehr sich der Ver­stand in unser Leben drän­gelt, desto mehr ver­ges­sen wir unsere Inspi­ra­ti­ons­quel­len und ver­schmä­hen unsere Krea­ti­vi­tät. Doch nur wer krea­tiv ist, kann auch sein Leben kre­ieren. Also frage dich, was dich inspi­riert, was dich auf­le­ben lässt und dann leg los. Ohne Ver­stand, nur mit dem Funken der Inspi­ra­tion, der in dich hinein gehaucht wird. Wir möch­ten dir gern in diesem Arti­kel zeigen welche Mög­lich­kei­ten es gibt, dass Inspi­ra­tion kon­kret wieder Einzug in deinen Alltag finden kann.

Ent­de­cke deine Krea­ti­vi­tät mit Medi­ta­tion:
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Ent­de­cke die klei­nen Wunder

Albert Ein­stein hat sie ent­deckt, die Gra­vi­ta­tion. Es ist die Erd­an­zie­hungs­kraft, die alles im Griff hat. Sie lässt alle Körper zu Boden sinken. Es ist eine phy­si­ka­li­sche Theo­rie, die viel­leicht nicht viele dazu inspi­riert sich mehr mit Physik zu beschäf­ti­gen. Doch wann hast du diese Kraft das letzte Mal bewusst wahr­ge­nom­men?

Lege dich in dein Bett, auf eine Wiese oder in den Sand und spüre, wie die Erde deinen Körper zu sich zieht. Spüre, wie du dich voll­kom­men fallen lassen kannst und dir nichts pas­sie­ren kann. Du bist sicher, denn die Erde trägt und hält dich, immer.

Wenn du das nächste Mal in einem öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel unter­wegs bist, schaue dich um. Womög­lich ent­deckst du ein klei­nes Kind im Kin­der­wa­gen, das immer wieder ein Spiel­zeug umher wirft, das wieder und wieder auf dem Boden landet. Die Eltern mögen es wie­der­holt, even­tu­ell sogar etwas mür­risch, auf­he­ben. Doch du kannst von außen die Wir­kung der Erd­an­zie­hung auf das Spiel­zeug beob­ach­ten. Dabei kannst du dich daran erfreuen, dass das kleine Kind bereits ver­stan­den hat, was Gra­vi­ta­tion bedeu­tet und wie es das mit viel Freude immer wieder erprobt.

Lass Albert Ein­steins Zitat wie ein Hauch in dich hinein sinken und dich davon in deinem Alltag inspi­rie­ren: Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: Ent­we­der so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letz­te­res.“

Öffne dich für Neues

Geert Hof­stede, ein Experte der Kul­tur­wis­sen­schaf­ten, beschreibt Kultur als men­tale Pro­gram­mie­rung des Geis­tes, die erlernt und nicht ange­bo­ren ist. […] und umfasst alle Denk-, Fühl- und Hand­lungs­mus­ter.“ Im Umkehr­schluss bedeu­tet das ganz ein­fach, dass uns Kultur, seit­dem wir in unse­ren Kin­der­schu­hen ste­cken, bei­ge­bracht wurde. Wenn wir sie erlernt haben, können wir auch ohne Pro­bleme Neues hin­zu­fü­gen und alte Sachen ver­wer­fen, oder? Klar sind bestimmte Werte, Tra­di­tio­nen und Sym­bole tief in uns ver­an­kert. Werde dir daher im ersten Schritt einmal bewusst, welche das sind und schau sie dir ein­fach an, ohne Wer­tung. Das bist du, das ist deine Kultur und das ist okay.

Und nun schau dich in deiner Umge­bung um. Wo zieht es dich dar­über hinaus hin? Wo woll­test du schon immer einmal rein schauen und hast dich bloß nicht getraut, weil es viel­leicht bisher nicht deiner Kultur ent­spro­chen hat? Wel­ches Hobby wartet schon seit Jahren darauf, von dir aus­pro­biert zu werden?

Lerne die Spra­che, die du schon immer lernen woll­test. Weiche ab und zu mal von deinen gewohn­ten Wegen ab und ent­de­cke Orte in deiner Stadt, die du zuvor noch nicht kann­test. Gehe ins Thea­ter, ins Kino, zu dem Kon­zert. Egal ob allein, zu zweit oder in einer Gruppe. Egal ob impro­vi­siert, komö­di­an­tisch oder klas­sisch. Öffne dich für alle Mög­lich­kei­ten, die es in deiner Umge­bung gibt und wisse, dass es mög­lich ist, sie alle aus­zu­pro­bie­ren und zu ent­de­cken. Viel­leicht nicht jeden Tag oder jede Woche, aber viel­leicht immer dann, wenn du merkst, dass der Alltag dich gefan­gen hat und dir ein Hauch an Inspi­ra­tion gut tun würde.

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Sprich mit Men­schen

Mehr als 7,5 Mil­li­ar­den Men­schen leben auf der Welt. Natür­lich sind deine Fami­lie, deine Freunde und Kol­le­gen ein bedeu­ten­der Teil davon. Doch mit wie vielen Men­schen sprichst du täg­lich, mit denen du noch nie vorher gespro­chen hast? Mach dir bewusst, dass jeder Mensch, der dir in deinem Leben begeg­net, etwas weiß oder zu teilen hat, das neu für dich ist. 

Nimm dir vor, das aus­zu­kund­schaf­ten. Gehe auf Reisen und schaue wie andere Men­schen leben, wie sie Zeit wahr­neh­men und welche Tra­di­tio­nen es in ande­ren Kul­tu­ren gibt, die dir gefal­len könn­ten. Stelle den Men­schen, die dir auf deinem Weg begeg­nen, Fragen und höre genau zu. Tau­sche dich aus, lerne andere Per­spek­ti­ven kennen und beob­achte, was du dabei von ihnen lernen kannst.

Selbst an einem Sonn­tag, an dem wir uns nicht danach fühlen, das Haus zu ver­las­sen, die Stadt zu erkun­den und uns aus­zu­tau­schen, können wir Kultur zu Hause (er)leben. Das digi­tale Zeit­al­ter ermög­licht es uns, unser Smart­phone sinn­voll ein­zu­set­zen. Es kann durch­aus eine Inspi­ra­ti­ons­quelle sein, indem du Pod­casts von Men­schen abon­nierst, die du span­nend fin­dest, Hör­bü­cher run­ter­lädst, die dir neue Sicht­wei­sen auf­zei­gen, ein Rezept aus einem fernen Land raus suchst oder du dir Bilder und Videos von ver­gan­ge­nen Momen­ten anschaust, die dich immer wieder erfreuen und inspi­rie­ren.

Wenn du acht­sam im Alltag bist, wird es dir leicht fallen, Inspi­ra­tion in den vielen klei­nen und großen Momen­ten des Tages zu ent­de­cken. Inspi­ra­tion ist eine wahre Berei­che­rung für deinen Alltag und ent­facht deine in dir schlum­mernde Krea­ti­vi­tät. So kannst du mit viel mehr Freude und Leich­tig­keit deinen Alltag wahr­neh­men und ihn schöp­fe­risch gestal­ten. Dafür gilt es, neue Wege zu gehen, denn das Wunder des Lebens liegt in der Ver­än­de­rung.

Das Beste an deinem inspi­rier­ten Zustand? Inspi­ra­tion ist anste­ckend! 🙂 Finde deine Quel­len der Inspi­ra­tion und hauche das Wunder der Inspi­ra­tion auch in das Leben deiner Mit­men­schen ein.

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:

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