Wie du die Angst vor dem Scheitern loswirst

Du hast ein Ziel vor Augen und träumst schon lange davon, es zu erreichen. Wäre da nicht diese eine Sache, die dich bremst: die Angst vor dem Scheitern. Wir geben dir fünf Tipps, wie du sie besiegst.

Von Miriam Stropel

Oft hält uns die Angst vor Misserfolgen davon ab, ein Vorhaben überhaupt erst zu anzugehen. Wir finden meist mehr Gründe, warum etwas nicht funktionieren könnte, als welche, die dafür sprechen. Die sympathische Kollegin nach einem Date fragen? Nein, sie ist bestimmt schon vergeben. Für den Marathon anmelden? Wie peinlich wäre es, wenn ich nicht bis zum Ziel komme. Endlich ein eigenes Unternehmen gründen? Da kann zu viel schief gehen, dann bleibe ich lieber in meinem alten Job. Doch macht uns diese Einstellung wirklich zufrieden?

Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir etwas dafür tun und unsere bequeme Komfortzone verlassen. Das erscheint oft ziemlich riskant, denn schließlich gibt es dabei immer das Risiko, zu versagen. Doch was wäre, wenn das Gegenteil eintritt und alles gut läuft? Fakt ist: Wenn du nicht den ersten Schritt wagst, dann wirst du auch nie bekommen, was du dir wünscht.

Damit du nicht sofort aufgibst und vor deiner Angst kapitulierst, möchten wir dir die fünf Tipps ans Herz legen, mit denen du die Angst vor dem Scheitern loswirst.

1. Werde dir bewusst, dass jeder einmal scheitert Scheitern gehört zum Leben dazu. Es gibt keine Person, die alles richtig macht, denn niemand ist perfekt. Sogar die erfolgreichsten Menschen haben einen langen Weg hinter sich, der sicherlich mit vielen Stolpersteinen und Hindernissen gespickt war. Niemand bleibt von Versagensängsten verschont. Was zählt, ist der Wille zum Durchhalten: Thomas Edison brauchte fast 10.000 Versuche, bis er endlich die Glühbirne erfand. Daran siehst du, dass es sich lohnt, niemals aufzugeben, sondern immer wieder von vorn zu beginnen, auch wenn sich nicht sofort Erfolge einstellen.

2. Versuche, aus Fehlern zu lernen Psychologin Andrea Abele-Brehm bezeichnet Menschen, die aus ihrem Scheitern lernen, als “Stehaufmännchen”. Stehaufmännchen können negative Gedanken leichter abstellen und sind eher motiviert, es erneut zu versuchen. Werde dir bewusst, dass es gar nicht schlimm ist, wenn du keinen Erfolg hast. Wer bestimmt denn überhaupt, was ein Misserfolg ist? Probiere es mit einem Perspektivwechsel, so kannst du die Angst vor dem Scheitern mindern. Wenn du Fehler als Stationen deines individuellen Lernprozesses siehst, hast du nichts zu verlieren, sondern wirst höchstens reich an Erfahrung. Aus Fehlern kannst du lernen, wie du es das nächste Mal anders machen kannst. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen.

3. Konzentriere dich auf dein Ziel Überlege dir, was du alles schaffen könntest, wenn die Angst zu versagen nicht existieren würde. Deine Ziele zu erreichen wäre um so vieles einfacher! Du würdest kaum Zeit damit verschwenden, darüber nachzudenken, was alles schiefgehen könnte und einfach ins Handeln kommen. Nutze deine ganze Energie, um dein Vorhaben in die Tat umzusetzen, anstatt dich darauf zu konzentrieren, warum du scheitern könntest. Eine gute Methode, die dich an dein nächstes Ziel bringen kann, ist die Visualisierung. Dabei stellst du dir bereits vor dem Start genau vor, was du erreichen möchtest. Folgende Fragen können dir dabei helfen: Wie genau sieht mein Ziel aus? Was ist mein erster Schritt? Wie werde ich mit Hindernissen umgehen, die mir auf dem Weg begegnen? Wie wird es sich anfühlen, wenn ich mein Ziel erreicht habe?

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4. Schaue hinter die Angst Wo kommt sie überhaupt her, die Angst vor dem Scheitern? Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Denke einmal bis zum Ende: Was würde geschehen, wenn du tatsächlich scheiterst. Wäre das wirklich ein Weltuntergang oder könntest du damit leben? Vielleicht kann dir ein guter Plan B mehr Mut und Sicherheit bieten. Werde dir bewusst, was genau sich hinter deiner Angst versteckt. Oft ist es gar nicht die Angst vor dem Misserfolg, die uns lähmt, sondern die Angst vor der Ablehnung und Bewertung anderer Menschen. Stärke dein Selbstvertrauen. So verlierst du auf dem Weg nicht das Vertrauen in dich selbst.

5. Stärke dein Selbstvertrauen Anstatt zu denken, dass du etwas nicht schaffst, glaube an dich selbst. Hinterfrage deine Glaubenssätze und formuliere diejenigen, die dich vom Machen abhalten, in positive Mantras um. So wird ein “Ich werde versagen” zu einem “Ich kann es schaffen”. Spezielle Achtsamkeitsübungen können dir dabei helfen, dein Selbstvertrauen zu stärken, zum Beispiel Meditationen, in denen du dir positive Affirmationen in Gedanken aufsagst. Oder du bittest dein Umfeld, dir deine größten Stärken zu nennen. Du wirst erstaunt sein, was die anderen in dir sehen.

Wenn wir uns nicht die Erlaubnis geben, Fehler zu machen, wird uns die Angst davor viel mehr schaden, als das letztendliche Scheitern. Wir dürfen mutig sein und auch mal versagen – das Schlimmste wäre, etwas gar nicht erst zu versuchen! Egal, wie es ausgeht, am Ende bereuen wir immer nur die Dinge, die wir nicht getan haben.

Die Podcastfolge zum Impuls der Woche:


Bildquelle: Eddie Kopp auf Unsplash

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